Flämische Regierung lanciert Plan zur Ankurbelung der Wirtschaft

Die flämische Regierung hat einen Plan zur Steigerung der Produktivität und zur Stärkung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit auf den Weg gebracht. Ministerpräsident Matthias Diependaele strebt eine unternehmensfreundliche Politik, Investitionen in die Infrastruktur und die Weiterbildung von Arbeitskräften an.

Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über den Zustand der flämischen Wirtschaft. Die Industrieproduktion - belastet durch hohe Energie- und Arbeitskosten, schleppende Genehmigungsverfahren und internationalen Wettbewerb - ist seit drei aufeinander folgenden Jahren rückläufig. Während die Europäische Kommission bereits eine Agenda zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gestartet hat, setzt Flandern nun seine eigenen Prioritäten.

Raum für Innovation

Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Schaffung eines besseren Umfelds für Unternehmen aller Größenordnungen. Der Verwaltungsaufwand wird verringert, und bis Mitte 2025 soll eine neue Strategie für Gewerbegebiete eingeführt werden, um genügend Platz für Unternehmen zu schaffen.

Die Regierung arbeitet auch an der Vereinfachung von Investitionsbeihilfen und der Verbesserung des Zugangs zu Risikokapital, um Innovationen zu fördern.

Infrastruktur

Die Infrastruktur wird in dem Plan eine wichtige Rolle spielen. Die Regierung will die Hafen-, Schienen- und Straßennetze verbessern und eine erschwingliche, kohlenstoffarme Energieversorgung sicherstellen. Dazu gehören die weitere Entwicklung der Solar- und Windenergie sowie mögliche Investitionen in kleine modulare Kernreaktoren.

Auch die lange verzögerte Ventilus-Stromleitung, die Offshore-Windparks mit dem Netz verbinden soll, wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in Angriff genommen.

Humankapital

Die dritte Säule des Plans ist die Entwicklung der Arbeitskräfte. Angesichts einer alternden Bevölkerung und eines anhaltenden Arbeitskräftemangels will Flandern die Bildung und das lebenslange Lernen stärken.

Geplant sind u. a. eine Ausweitung des dualen Lernens, bei dem Studenten Ausbildung und Berufserfahrung kombinieren, und eine flexiblere Gestaltung der Ausbildungsprogramme.

 

#FlandersNewsService | © BELGA PHOTO KURT DESPLENTER

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