Rekordzahl europäischer Patentanmeldungen aus Belgien
Belgische Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen haben im Jahr 2022 eine Rekordzahl von 2.604 Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) getätigt. Dies entspricht einem Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, trotz globaler Unsicherheiten, wie sich aus dem Patentregister des EPA am Dienstag ergab.
In den 39 EPA-Mitgliedstaaten stieg die durchschnittliche Zahl der Anmeldungen um 0,1 Prozent. Unter den 27 EU-Mitgliedstaaten ging die Zahl der Anmeldungen hingegen um durchschnittlich 0,5 Prozent zurück, wobei Belgien insgesamt an neunter Stelle lag.
Vor allem im Bereich "Spezialmaschinen" (Technologie für Maschinen in verschiedenen Branchen und 3D-Druck) ist die Zahl der belgischen Patentanmeldungen um 52,4 Prozent gestiegen. Damit ist dieser Forschungsbereich in Belgien führend, gefolgt von Pharma (-1,7 Prozent), Biotech (+12,6 Prozent) und Medizintechnik (-8,3 Prozent).
Das Chemieunternehmen Solvay war im vergangenen Jahr mit 244 Patentanmeldungen der aktivste belgische Anmelder beim EPA, gefolgt vom Leuvener Forschungszentrum imec (155 Anmeldungen), der KU Leuven (121), Umicore (102) und der Universität Gent (67).
Von den 2 604 belgischen Anmeldungen stammten 66,4 % von Unternehmen oder Organisationen aus Flandern, 19,3 % kamen aus der Wallonie und 14,3 % aus Brüssel. Flandern steht damit auf der Liste der europäischen Regionen an neunter Stelle, was die Zahl der Bewerbungen angeht.
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